Preis der Qualität

Uns erreichen manchmal Fragen zur Preisgestaltung bei Messern auf Klingenland.at. Warum kosten Messer das, was sie eben kosten? Woher kommen die Unterschiede im Preisniveau? Mit diesem Thema haben wir uns nun genauer beschäftigt, das Ergebnis lest ihr hier.

Mehr Arbeitsstunden = höherer Preis?

Stimmt in vielen Fällen, aber nicht unbedingt immer.

Messerschmiede, die eine Damastklinge selbst schmieden, stecken selbstverständlich mehr Arbeitsstunden in ein Messer als Messermacher, die ihre Klingen aus Flachstahl herausarbeiten.

Auf der anderen Seite helfen technische Neuerungen und moderne Maschinen (Essen, Öfen, Hämmer, Schleifer etc.) dabei, den Arbeitsprozess zu beschleunigen.

Neben den Arbeitsstunden muss man also auch bedenken, welche Investitionen ein Schmied oder Messermacher in seiner Werkstatt getätigt hat. Eine moderne Werkstatt kostet viel Geld. Die Investitionen sind auch am Produktpreis ersichtlich.

Materialpreis

Zum Arbeitsmaterial eines Schmiedes oder Messermachers gehören der Stahl / die Stähle für die Klinge, sämtliche Materialien für den Griff und für die Messerscheide und - nicht zu vergessen - die laufenden Kosten für Bohrer, Schleifbänder etc.

Stahlsorten kosten je nach Hersteller und Eigenschaften unterschiedlich viel. Elmax von Uddeholm kostet z. B dreimal mehr als N690 Böhler. Damast und Damasteel sind wiederum fast dreimal teurer als Elmax (Vergleichsgrundlage für Materialmaß 2,5x50mm).

Griffmaterialien beinhalten schon lange nicht mehr nur klassische Holz- und Horn-Arten. Hölzer kommen aus aller Welt und meistens stabilisiert zum Einsatz. Neben Horn werden auch Knochen und Fossilien verwendet. Je exotischer, umso teurer (Kamelknochen, Mammut Fossilien etc.).

Auch spezielle Kunststoffe wie Micarta und Raffir werden wegen ihrer guten mechanischen Eigenschaften immer beliebter.

Bei Messerscheiden gibt es ebenfalls ein breites Spektrum. Die Anfertigung von Lederscheiden benötigt in der Regel mehr Arbeitsstunden als z.B. Kydexscheiden. Unterschiedliche Variationen, Ausführungen, Punzierungen und Ausschmückungen machen dann die Scheiden umso wertvoller.

Zu den laufenden Ausgaben einer Werkstatt gehören neben den Kosten für den Raum selbst (Heizung, Betriebskosten, evtl. Miete) auch Wartungskosten für Maschinen und Kosten für Verschleißmaterial wie Bohrer, Schleifbänder, Feilen etc., die bei der Verarbeitung von Metall, Holz etc. benötigt werden.

Unikate vs. Massenware

Die teilautomatisierte Produktion hoher Stückzahlen in Fabriken in Ländern mit niedrigem Lohnniveau (z.B. in Asien) bringt Massenware zu Schleuderpreisen hervor.

Auf Klingenland.at findet ihr keine Massenware. Jedes Messer ist ein Unikat und kann nach Wunsch personalisiert werden.

Die Messerschmiede und Messermacher garantieren für Qualitätsarbeit aus Österreich. Das Endprodukt ist ein Messer fürs Leben.

Zusammenfassung

Für die Preisgestaltung sind also mehrere Faktoren ausschlaggebend. Bei eurem Wunschmesser solltet ihr vor allem folgendes bedenken:

  • Welche Materialien wurden für Klinge, Griff und Scheide verwendet?
  • Wie kompliziert war die Verarbeitung der Materialien?
  • Wie viele Stunden Arbeit sind wohl in die Herstellung hineingeflossen?
  • Wie viele Arbeitsschritte hat das Messer durchlaufen, vom Design bis zum letzten Schliff?
  • Wie wurde das Messer personalisiert?

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